Mein Leben als Enkelhund

      9 Kommentare zu Mein Leben als Enkelhund

Seit unserem Umzug bin ich ein Enkelhund. Frauli und ich wohnen ja wieder im Haus von Fraulis Eltern. Frauli arbeitet weiterhin den ganzen langen Tag und ich bin jetzt aber nicht mehr morgens alleine und dann mit Gassigängern unterwegs  sondern den ganzen Tag bei Fraulis Eltern. Das ist total klasse. Ich kann schlafen und chillen und bin niemals wirklich alleine. So kann mir keiner Angst machen und ich kann mich so richtig entspannen. Das weiß ich jetzt nach ein paar Monaten hier so richtig zu schätzen.

 

Start in den Tag

Nachts schlafe ich ja bei Frauli im Bett oder auf dem Sofa oder in meiner Kudde. Wie immer viel zu früh klingelt der Wecker. Frauli schwingt sich dann mit der Eleganz eines 80 jährigen Stahlwerks aus dem Bett und taumelt Richtung Bad. Ich tänzle grazil mit, weil es meist was zum Knuspern gibt. Im Bad dauert es gefühlte Stunden bis Frauli sich in den Zustand versetzt hat, den man auch anderen Menschen zeigen kann. Nun gehen wir in den Garten und dort spiele ich ein bisschen mit Frauli oder wir machen ein paar Übungen. Ich erledige dann geschäftliches und es geht wieder nach Drinnen. Frauli gibt mir mein Frühstück, packt ihre Tasche für den Tag und verkrümelt sich mit einem „hab dich lieb“.

 

Vormittagsprogramm

In der Zeit zwischen Fraulis Gehen und dem Erwachen von Papaherrli und Mamafrauli knurpsel ich entweder noch einen Kaustick oder kuschel mich – verbotener Weise – ins Gästebett oder – erlaubter Weise – mein Körbchen. Dann geht es los. Zuerst gebe ich den beiden noch Zeit für menschliches, aber dann möchte ich bespaßt werden. Schließlich müssen die beiden Jungrentner doch fit gehalten werden. Nachdem Papaherrli ordentlich gefrühstückt hat und er sich an seinen Computer verkrümelt, kommt mein Auftritt. Tiefes Seufzen… Im Körbchen mehrfach wenden. Noch tieferes Seufzen… Sobald er reagiert, aufspringen und ausgiebige Streicheleinheiten fordern. Wenn er aufhört, dann einfach mit der Pfote anstupsen. Das Spiel treiben wir nun einige Zeit, dann möchte ich in den Garten. Das klappt auch mit zwei drei vorsichtigen Stupsern und einem bedeutungsvollen Kopf aufs Knie legen begleitet mit einem tiefen Seufzer.

Gartenaction

Im Garten findet sich meist ein Ball, den mir Papaherrli meistens auch so lange wirft, bis ich entweder die Lust verliere – was fast nie vorkommt – oder Papaherrli sich daran erinnert, dass Frauli – die olle Spaßbremse – es eigentlich untersagt hat. Manchmal darf ich bei der Gartenarbeit helfen oder wir machen Suchspiele. Aber meistens versuche ich Papaherrli zum Ballspielen zu animieren. Klappt oft und lang andauernd. Er ist einfach klasse!

Mittagstouren

Papaherrli genießt es mit mir durch die Gegend zu wandern. Soll ich euch was verraten? Ich liebe es! Wir können stundenlang durch Wälder, über Wiesen und auf Wegen entlangwandern und uns beiden wird es niemals langweilig. Wir entdecken Heuballen, Baumstämme, Bänke, Steine und einfach Landschaft. Meistens muss ich an der Flexileine bleiben, weil Papaherrli und ich öfter mal geteilter Meinung über den richtigen Weg sind. Leider setzt er sich dann öfter durch. Naja, ich muss halt noch ein bisschen an ihm arbeiten. Wenn Mamafrauli auch mitkommt, dann hab ich mehr Freiheiten, weil sie mit mir nicht diskutiert und ich das dann akzeptiere.

Chillen

Wenn wir zurück sind, chillen wir gemeinsam. Er auf der Couch und ich auf dem flauscheweichen Teppich vor der Couch. Das genieße ich sehr. Aber jetzt kommt die tolle Zeit, da sind wir hinterher im Garten und auf der tollen Terrasse. Ich darf zwar im Garten nicht frei rumrennen, weil ich über den Zaun springen kann, aber mit der langen Schleppleine darf ich dann doch sehr viel rumflitzen. Außerdem ist es total klasse, auf den Holzplanken zu liegen. So richtig superklasse. Warm und bequem und außerdem hab ich da eine tolle Aussicht.

Frauli und Abendprogramm

Ja und dann kommt Frauli. Je nachdem, wie viel ich an dem Tag schon unterwegs war gestaltet sie den Abend. Waren wir nur eine verhältnismäßig kurze Runde, macht Frauli mit mir noch einen längeren Ausflug. Aber wenn ich mit Papaherrli schon 10 km gelaufen bin, dann wird es eine etwas kürzere Runde und wir machen lieber Rally Obedience oder Suchspiele im Garten. Ja und dann wird gemeinsam gekuschelt, ich bekomme mein Abendessen und wir machen noch ein bisschen Trickdogging oder gammeln nur gemeinsam rum. Je nachdem, wieviel wir beide schon gemacht haben. Aber über meine Unternehmungen mit Frauli hab ich ja schon berichtet und werde auch immer weiter berichten. Mir gehört nämlich jedes Wochenende und jeder freie Tag.

 

Flauschige Umpfötelung

Shiva Wuschelmädchen

9 thoughts on “Mein Leben als Enkelhund

  1. Bonjo

    Huhu 🙂 das hört sich nach einem voll tollem Programm nur für dich an 😉
    Lass es dir weiter gut gehen und genieß ein paar schöne Ostertage!

    Schlabbergrüße Bonjo

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  2. Hundebengel Charly

    Wow, das hört sich richtig toll an. So kommt bestimmt nie langeweile auf. Und nicht vergessen, immer brav mit der Pfote anstupsen. Das mache ich bei meinem Frauchen auch immer.

    Wuffgrüße Charly

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  3. Pingback: Allein allein… – Shiva Wuschelmädchen

Einfach lostipseln... aber bitte lieb sein ;)