Geocaching bis die Pfoten qualmen

Unser Juli-August-Programm war sehr auf das GPS ausgerichtet. Frauli hat Route um Route ausgesucht und wir sind durch Wälder gestapft, über Steilhänge gekraxelt und haben Burgen erkundet. Jede Menge neue Wege haben wir kennengelernt und das eine oder andere Mal wurde es auch recht brenzlig für Frauli.

Knobeln und Kombinieren

Diese paar Caches waren sehr kreativ versteckt und Frauli musste ihre grauen Zellen sehr anstrengen. Der Cacheleger hatte sehr lustige Wortspiele gebildet und man musste quasi die Lösung erst einmal erraten, bevor man sich ans Suchen machen konnte. Zum Beispiel das „Schränkchen“ entpuppte sich nicht als Wohnzimmerschrank im Wald, sondern als eine alte verrostete Schranke.

Der „Simulant“ war nicht der Holzpflock im Dachgebälk einer Hütte, sondern die zweite und unnütze Schraube auf der Seite des Pflocks. Bis Frauli da drauf gekommen ist, sind wir eine ganze Weile dort rumgestrolcht. Ich kannte mittlerweile jede Ameise mit Namen und die haben echt fies gebissen, wenn man denen zu nahe kam. Irgendwann hat es dann geschnackelt und Frauli hat meine Schleppleine kurzerhand zum Kletterseil umfunktioniert und fluggs den Cache geangelt. Sie war mächtig stolz auf sich.

Nun kam der „Weinkeller“ und der hatte es in sich. Gefunden war er recht schnell, doch wie heben? Der Cache befand sich nämlich in einem Wasserrohr unter dem Weg durch. Mit einem ordentlichen Durchmesser ausgestattet, war es nicht unmöglich, aber… vor und nach dem Rohr war jeweils ein ca. 1m tiefes Wasserbecken mit glitschigem Grund. Im Rohr lief nur ein Rinnsal, aber es war trotzdem rutschig. Ich bin begeistert in dem Becken rumgeschwommen und auch ins Rohr gekraxelt. Aber Frauli hat sich nicht getraut, die hat nämlich Platzangst und Taphephobie und da ist so eine Röhre schon eine Herausforderung. Also alle Wertgegenstände ablegen. Kamera und Handy ins Gras, Schuhe und Socken aus und ab zum Grabeskeller… Aber mit einer guten Idee und viel viel Überwindung hat sie es geschafft. Meine Leine wurde wieder als Kletterseil missbraucht und Frauli hat sich recht unbeholfen und ungeschickt Tarzanlike von oben und vorne an die Röhre geschwungen, dann ist sie reingekraxelt, hat schnell geloggt und ist wieder raus *plopp*. Auf dem Weg nach oben ist sie zwar fast ins Wasser geklatscht, aber sie konnte einigermaßen trocken nach oben ins Sichere gelangen und hat sich für die nächsten 15 min fast nicht bewegt. Trocknen in der Sonne war angesagt.

Das Weiße Kreuz

Der Cache hieß tatsächlich so. Wir sind auf den Hochwald (1.011 m) rauf und dort steht das Weiße Kreuz und bietet einen fantastischen Ausblick. Frauli und Papaherrli haben die Kamera fast Heißlaufen lassen. Immer dieses Geknipse… Aber trotzdem muss ich sagen… Die Aussicht war schon toll. Außerdem haben wir dort 3 Caches eingesammelt. Einer fast direkt beim Weißen Kreuz, einer war dann ein paar hundert Meter weiter beim Radarturm und der letzte am Biathlonzentrum Heuberg. Da wir uns auf der 10 1000er Runde befanden sind wir in schwindelnder Höhe von über 1000 m unterwegs gewesen. Somit haben wir trotz Urlaubszeit und vielen Touristen den nächsten 1000er abgehakt.

Bergtrail Teil 3

Wir haben es endlich geschafft! Der Bergtrail ist erledigt. Die letzten 4 Caches waren auf dem sogenannten Studentenweg zu finden. Frauli hat sich zwar zeitweise etwas tappig angestellt, aber schließlich wurden wir fündig. An einem Cache sind wir tatsächlich erst vorbeigelaufen, haben den nächsten gemacht und auf dem Rückweg dann nochmal geschaut. Dann hatte Frauli auch den entscheidenden Geistesblitz. Manchmal braucht es doch eine kleine Pause, damit das Gehirn sich wieder erfrischen kann. Ich meine… ich hatte ihn schon längst gefunden, aber Frauli hat mich immer zurückgepfiffen. Selbst schuld. So musste sie ihn selber finden. Alle Caches waren eigentlich schnell und gut zu finden.

Wallenburg und Ursental

Einen ganzen Freitagnachmittag haben wir auf der Suche nach einem Multi verbracht. Die Waypoints waren schnell gefunden, aber der Cache hatte ein gutes Versteck… wir haben ihn nämlich nicht gefunden. Berechnet war alles, aber der Cache wollte und wollte sich nicht zeigen. Ganz unverrichteter Dinge sind wir aber nicht abgezogen. Wir haben nämlich nicht nur den einen Ursental-Cache machen wollen, sondern waren auch auf der Wallenburg. Das ist eine der vielen vielen Ruinen, von denen nur noch eine Mauer übrig ist. Jedenfalls war dort ein Cache und wir haben ihn ganz schnell gehabt. Der Berechnungspunkt für den anderen Cache war auch in unmittelbarer Nähe, also neu berechnet und losgezogen. Da wir nicht wussten, ob von oben oder von unten an der Klippe, haben wir uns auf dem Waldhang entlang der Felskante gekämpft. Ja, war eine blöde Idee… Fand Frauli auch, nachdem sie der Länge nach hingeschlagen ist und den Hang auf dem Bauch runtergerutscht ist. Außer Kratzer und einem neu designten Outfit ist nichts passiert, aber sie musste wieder hochkraxeln, während ich leichtpfotig um sie herumgesprungen bin. Nachdem sie wieder oben angekommen ist, hat sie sich mit etwas mehr Bedacht bewegt und kam an besagte Stelle. Tja, aber wir hatten uns verrechnet und mussten von oben an die Kante heran. Also ist Frauli die Klippe hochgeklettert und hat mich hochgeschickt. Ich bin leichtpfotig um die Klippe herumgesprungen und kam dann über einen kleinen Umweg zu Frauli. Sie hat mich oben dann warten lassen und sich mit meiner Schleppleine runtergehangelt. Der Cache war aber nicht zu finden. Dafür hat Frauli den losen Stein gefunden und hat erneut den Abgang gemacht. Diesmal auf dem Hintern für ein gleichmäßiges Bild. Nun war die Hose vorne und hinten dreckig und sie meinte, dass die Tannennadeln bis in die untersten Schichten vorgedrungen sind. Nachdem sie unter viel Gestöhne, Gefluche und Gejammer wieder den Hang hochgekraxelt war, hat sie aufgegeben und wir beide sind wieder zum Auto zurück gelaufen. Ich kann euch bellen, Leute… Frauli war voll der Jammerlappen. Hier zwickt es, hier zwackt es, dort tut was weh, hier blutet ein Schnitt… Man könnte meinen, sie ist zweimal einen Waldhang runtergepurzelt. Ach, ist sie ja…

Lost Place – Stettener Höhe

Kennt ihr das? Man will einen Lost Place aufsuchen und hat große Erwartungen an diesen Platz und dann ist es nur eine Wiese mit ein paar Bäumen. Ein bisschen enttäuscht war ich schon. Schließlich hätte es ein ehemaliges Bundeswehrgelände sein sollen und die sind meiner Erinnerung nach sehr interessant. Ich kenne einige und die sind immer aufregend und viel zu erschnüffeln. Aber hier… nada… war einfach langweilig. Frauli meinte aber, dass das Versteck sehr kreativ war und hat sich auch über einen nahegelegenen „Spielplatz“ sehr amüsiert. Die Schaukel war ihr Favorit. Da meinte sie, dass diese Schaukel sicher von ihrer „Kundschaft“ viel benutzt worden ist. Der Witz ging an mir vollkommen vorbei, aber Frauli hat sich weggeschmissen vor Lachen. Trotzdem war die Wiese eigentlich sehr schön und ich konnte toll flitzen und schnüffeln. Wir machen uns aber auf die Suche nach dem nächsten Lost Place.

So, das war’s mit dem Geocaching-Exkurs.

Flauschige Umpfötelung

Shiva Wuschelmädchen

❤ Falls dir mein Geschreibsel gefällt, wäre es echt knorke, wenn du es teilst.

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