Ein Wintermärchen

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Kalt – so kalt

An einem rauhen Wintertag im Jahr 2012 kam ein kleines Hundemädchen zur Welt. Ihre Mama Roshi hatte schon ihre beiden Brüder geboren und war sehr schwach. Sie hatte Hunger und fror. Aber sie hatte ihre kleinen Welpen, für die sie sorgen musste. Sie versteckte ihre drei Kinder in einem hohlen Baumstamm, der früher wohl mal einer Fuchsfamilie ein Zuhause gewesen war. Trockenes Stroh sorgte für etwas Wärme und die vier kuschelten sich eng aneinander. Verzweifelt dachte die Hundemama an die kommenden Nächte. Es war eisig kalt und schneite immer mehr. Die Nacht brach herein und es wurde immer kälter. Der Wind heulte laut und eisig und blies immer mehr Schnee in den Baumstamm, so dass das Welpenfell ganz nass wurde. Die Babies drängten sich eng an ihre Mama und tranken gierig. Wie sollte die kleine Familie es nur schaffen die nächsten Tage zu überleben, wenn die Mama so einen Hunger hatte und die Welpen doch Nahrung und Wärme brauchten. Verzweifelt wünschte sie sich, dass ihre Kinder überleben und sie ein schönes und sicheres Leben leben könnten.

Der Winterengel

Da wurde es plötzlich warm im Baumstamm. Das Heulen des Windes ließ nach und ein sanftes Licht erschien vor ihr. Es war ein Winterengel, der nur bei einem besonders starken selbstlosen Wunsch erschien. Er schenkte Mama Roshi die Kraft für ihre Welpen zu sorgen und allen drei Kindern einen starken Überlebenswillen. Er stillte den Hunger und Durst und wärmte sie. Roshi wusste, dass sie es schaffen würde. Sie müsste nur fest genug daran glauben. Der Engel blieb die ganze Nacht und wachte über den nun tiefen und erholsamen Schlaf.

Die Rettung

Am nächsten Morgen verließ Roshi ihre Kinder, um Nahrung zu suchen. Sie traf im Wald auf zwei Frauen. Die beiden hatten schon viele heimatlose Hunde aufgepäppelt und ihnen ein schönes Zuhause gesucht. Roshi war erst etwas ängstlich, aber sie glaubte weiterhin fest an die Hoffnung, dass sie alle vier überleben würden. Also führte sie die beiden Frauen zum Baumstamm mit ihren Welpen. Diese handelten schnell und nahmen alle vier mit nach Hause, wo sie ein schönes Plätzchen vor dem Kamin bekamen. Roshi und ihre drei Kinder waren fürs Erste gerettet. Sie bekamen Futter und Wasser und Wärme. Roshi wurde kräftiger und konnte die drei ernähren.

Sobald sich Roshi erholt hatte, mussten sie ins örtliche Tierheim umziehen. Roshi verteidigte ihre drei Kinder gegenüber anderen Hunden und zeigte ihnen, wie man sich zur Wehr setzt. Sie glaubte immer noch fest an die Kraft der Hoffnung und dass sie alle vier hier heil raus kamen. Die beiden Frauen waren nicht untätig. Sie hatten sich umgehört, ob nicht jemand die kleine Familie bei sich aufnehmen könnte, damit sie nicht ums Essen kämpfen mussten. Schließlich konnten sie umziehen, als die Welpen etwa 4 Wochen alt waren. Sie kamen zu einer Familie, die schon viele andere Welpen aufgenommen hatte und mussten sich weiterhin durchsetzen und ums Leben kämpfen.

Ein Zuhause

Trotz dem täglichen Kampf ums Futter waren sie in relativer Sicherheit und es wurde nach einem Zuhause für alle vier gesucht. Nach und nach wurden die drei Kinder munter und begannen mit den anderen Hunden zu spielen. Die Familie auf der Pflegestelle gab ihnen Namen. So wurde der älteste Sohn zu Pito, der zweite Sohn zu Peggy (da er versehentlich für ein Mädchen gehalten wurde) und das Mädchen zu Peppi. Nachdem der Irrtum mit dem falschen Geschlecht bemerkt worden war, wurde Peggy schnell in Teddy umgetauft. Pito bekam eine feste Zusage für ein Zuhause und wurde zu Yuma. Peppi hatte eine Anfrage und wurde nach der Zusage in Shiva umgetauft. Nun blieben noch Roshi und Teddy übrig. Roshi bekam eine feste Zusage und durfte mit ihren beiden Kindern Yuma und Shiva ausreisen. Teddy blieb vorerst zurück, durfte aber einen Monat später ebenfalls in ein eigenes Zuhause ziehen.

 

Mama Roshi hat ihren Kindern durch ihren starken Willen und die Hoffnung auf ein schönes Leben das schönste geschenkt, was eine Mutter ihren Kindern mitgeben kann. Was immer du dir wünschst, glaube fest daran und gib niemals die Hoffnung auf. Kämpfe für deine Träume und Wünsche. Die vier haben sich nie mehr wieder gesehen, aber im Herzen sind sie für immer verbunden.

Der Anfang ist vollkommen frei erfunden, aber ab der Rettung ist es Shivas Welpenzeit. Sie grüßt ihre Mama und ihre beiden Brüder ganz lieb zu Weihnachten.

Flauschige Grüße

Sandra & Shiva

One thought on “Ein Wintermärchen

  1. Ayka

    Eine ganz feine Weihnachtsgeschichte – sie hat das Herz von mir und meinenm Frauchen sehr berührt
    Frohe Festtage wünscht
    Ayka mit Anhang

    Reply

Einfach lostipseln... aber bitte lieb sein ;)