Ein grässlicher Geburtstag

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Es ging schon um die Weihnachtszeit los. Ich hatte Bauchweh und war ständig schlecht gelaunt. Frauli war ganz besorgt und ist auch in der Woche nach Weihnachten gleich mit mir zum Tierarzt. Da wurde eine beginnende Gebärmutterentzündung festgestellt und ich bekam Tabletten dagegen. Es wurde dann wieder besser und ich hab mit Freunden rumgetobt wie immer.

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Von Frauli gab es eine Operation zum Geburtstag

Doch dann fing es wieder an. Ich hatte einen Ausfluss und Schmerzen. Frauli ist dann am Freitag vor meinem Geburtstag zum Tierarzt, dort konnte man gar nichts sehen, weil ich so Durchfall hatte und der ganze Darm aufgebläht war. Die Tierärztin hatte aber den Verdacht, weil ich weiterhin gepieselt habe wie ein Weltmeister, dass da was im Busch ist. Also hat sie mir was gegen den Durchfall gegeben und einen Kontrolltermin am Montag gegeben.

Kuscheln ist groß geschrieben

Kuscheln ist groß geschrieben

Über das Wochenende ging es mir solala und ich hab auch zaghafte Spielversuche gemacht, die aber auf der Strecke blieben, weil ich weiterhin Bauchweh hatte. Frauli hat mich dann an die Leine genommen und mir Spielverbot erteilt. Leider kam ein Beaglemädchen immer her und ich hab sie dann böse angeknurrt. Ihr Herrchen wusste nichts besseres als mir in den Bauch zu treten. Der Trottel. Das hat voll weh getan.

Am Montag sind wir wieder hin und dann war wieder eine leichte Entzündung im Ultraschall zu sehen. Ich finde Ultraschall übrigens doof. Ich komm mir da so hilflos vor. Jedenfalls haben Frauli und die Tierärztin lange darüber geredet und schließlich beschlossen, dass ich am nächsten Morgen operiert werde. Frauli hatte Angst um mich und wollte Sicherheit haben.

Der schicke Strampler macht ne schlanke Figur

Der schicke Strampler macht ne schlanke Figur

Mein zweiter Geburtstag

Frauli hatte Urlaub genommen, damit sie für mich da ist und ist am Morgen später als sonst mit mir unterwegs gewesen. Ich habe zwei Freunde getroffen, aber als die mit mir spielen wollten, hab ich gepfiffen vor Schmerz und Frauli hat sie weggeschickt. Die waren immer so schnell da. Jedenfalls gab es kein Frühstück. Das hätte mich misstrauisch machen sollen.

Frauli ist mit mir dann nach Spaichingen gefahren und anstatt zu Mamafrauli und Papaherrli ging es direkt zum Tierarzt. Dort hab ich mich schweren Herzens auf dem Tisch platziert und hab das unvermeidliche abgewartet. Ich hab eine Spritze bekommen und plötzlich wurden meine Pfoten ganz wabbelig. Frauli ist verschwommen und eine Herde Elefanten in rosa marschierte durchs Zimmer. Bevor ich noch gucken konnte, ob die wirklich echt sind, bin ich ganz müde geworden. Fraulis Stimme war wie aus weiter Ferne zu hören: „Rufen Sie mich dann gleich an, wenn ich zu ihr kann?“ Frauli geht weg????  Aber dann bin ich eingeschlafen.

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Beim Aufwachen nicht zu wissen, wo man ist, ist total doof. Meine Zunge klebte an der Seite und war ganz trocken. Die war so komisch, als gehörte sie nicht zu mir. Mein Kopf war immer noch so benebelt und ich hab mich gefühlt als wäre ich frisch zusammengesetzt worden. Irgendwie hat noch nichts funktioniert oder zusammen gehört. Frauli war da und hat mich gestreichelt. Sie sah unendlich erleichtert aus und hat mich nur ganz hauchzart angefasst. Als hätte sie Angst, dass ich kaputt gehe…

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Anmerkung Frauli:

Ich hatte an dem Tag wahnsinnige Angst um Shiva. Bei der Operation hatte sich nämlich herausgestellt, dass die Eierstöcke bis zum Zerplatzen mit Eiter gefüllt waren und akute Lebensgefahr bestand. Die ersten zwei Tage nach der Operation bestand immer noch Lebensgefahr, da einer ein bisschen aufgegangen war. Der Eiter war zwar vollständig abgesaugt, aber die Reizung der inneren Organe war nicht grade förderlich für die Genesung.

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Es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder richtig bei mir war. Frauli war mit mir im Tierarzteignen Garten und ich hab einmal gepieselt. Dann hat sie mir mit der Tierärztin zusammen einen Schlafanzug angezogen und mich mitgenommen. Endlich ging es heimwärts. Ich war ja so froh, als ich im heimischen Körbchen gelegen bin. Den Rest des Tages hab ich verschlafen und mein Magen hat beim Aufwachen geknurrt wie ein Rudel Wölfe.

Den Schlafanzug hab ich voll lange tragen müssen. Einerseits war es gut, weil es ja im Winter recht frisch bei uns ist und andererseits fand ich es total blöd. Frauli meinte ja, dass ich total süß damit aussehe, aber ich fand es doof, weil ich nicht an meinen Bauch rangekommen bin. Der war nämlich aufgeschnitten worden! Ich bin wie ein Truthahn ausgenommen und wieder zugenäht worden! Was haben die nur rausgenommen?

Anmerkung Frauli:

Zu allem Überfluss hat Shiva auch noch 2 Tage nachdem die Fäden gezogen waren, gemeint loszischen zu müssen und mir die Leine aus der Hand gerissen. Sie ist über die Wiese gepest, über Gräben gesprungen, hat nen Kumpel zum Spielen getroffen und so richtig rumgetobt. Als ich sie wieder eingefangen hatte, war die ganze Narbe dick und rot und an zwei Stellen leicht aufgeplatzt, dort drückte sich eine dicke Blutblase raus. Also wieder zum Tierarzt.

Ist das  nicht süß?

Ist das nicht süß?

Nach elendig langen 4 Wochen durfte ich wieder mit meinen Freunden spielen und mal ohne Leine rennen. Leider leider hatte sich nämlich die Narbe entzündet und innendrin eine Blutblase gebildet. Bis das richtig abgeheilt war, dauerte es und ich bin einfach zu wirbelig für so einen Megaschnitt. Die Tierärztin meinte hinterher, dass sie ganz zufrieden mit mir ist und es doch noch schön verheilt ist.

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Mal ehrlich… ich brauch das nicht nochmal.

Flauschige Umpfötelung

Shiva Wuschelmädchen

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