DIY – Hundeleine

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Soooo, nun gibt’s was zum Nachmachen. Ihr habt ja sicher schon ein paar Mal die Leinen von Shiva gesehen. Jaja, das sind so einige. Mir macht es Spaß und so hat das Fräulein ständig was neues „anzuziehen“. So richtig Mädchen halt. Da das Urlaubshalsband noch keine passende Leine hatte und ich immer gerne ein Set habe, zeige ich nun an dieser Leine, wie man eine einfache Führleine mit Handschlaufe flechtet. Die Flechtart nennt sich He(r)ringbone (warum mit 2 r, weiß ich nicht).

DIY

Der Knoten diente mir nur zwischendurch zur Fixierung. Der wird wieder gelöst.

Das braucht ihr:

4x7m Paracord (für ca. 1,40m Leine)
Karabiner
O-Ring

Schere
Feuerzeug
Paracordnadel (oder Arterienklemme)

eine Möglichkeit, die Leine während des Flechtens zu fixieren

Und so geht’s:

Ihr fädelt alle vier Fäden durch den Karabiner und zieht die Schnüre alle auf gleiche Länge, so dass rechts und links vom Karabiner je 4 Schnüre mit ca. 3,50 m Länge sind. Da mir persönlich der Anfang beim Herringbone nicht gefällt, mache ich für den Start immer einen Diamantknoten und fixiere so gleichzeitig die Schnüre auf der richtigen Länge. Die Leine wird – in meinem Fall – ins Jig eingehängt und mit ordentlich Spannung geht es los. Es kommt weniger auf die Längsspannung an, als auf den Zug ansich. Also jeder einzelne Flechtschritt muss fest gezogen werden, damit die Leine nachher eine gewisse Festigkeit hat und sich nicht aufdröseln kann. Zu fest würde ich diese Flechtart nicht ziehen, da sie sonst sehr steif werden kann.

Schritt 1

Nun teilt ihr die Schnüre so, dass auf jeder Seite 4 sind. Die Reihenfolge ist wichtig, da sie das Muster bildet. So, wie ich es aufgeteilt habe, entsteht eine Art Pfeilmuster.

Schritt 2

Wir fangen rechts an. Die blaue Schnur wird hinter den Schnüren durchgelegt und zwischen der gelben und grünen Schnur auf der linken Seite wieder nach vorne geführt und nach rechts gelegt, diesmal ganz innen unter die bunte Schnur. Immer schön fest ziehen, sonst wird das Muster lummelig.

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Schritt 2

Schritt 3

Es geht links weiter. Nun wird die linke blaue Schnur hinter allen Schnüren durchgelegt und zwischen der gelben und grünen Schnur auf der rechten Seite wieder nach vorne geführt und nach links gelegt, diesmal ganz innen unter die bunte Schnur.

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Schritt 3

Schritt 4

Wieder nach rechts. Die grüne Schnur wird hinter den Schnüren durchgelegt und zwischen der gelben und der bunten Schnur auf der rechten Seite nach vorne geführt und nach rechts gelegt, nun unterhalb der blauen. So bleibt die Reihenfolge stets die gleiche.

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Schritt 4

Schritt 5

Es geht links weiter. Nun wird die linke grüne Schnur hinter allen Schnüren durchgelegt und zwischen der gelben und bunten Schnur auf der rechten Seite wieder nach vorne geführt und nach links gelegt, diesmal ganz innen unter die blaue Schnur.

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Schritt 5

Schritt 6

Wieder nach rechts. Die gelbe Schnur wird hinter den Schnüren durchgelegt und zwischen der blauen und der bunten Schnur auf der rechten Seite nach vorne geführt und nach rechts gelegt, nun unterhalb der grünen.

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Schritt 6

Schritt 7

Diesmal wieder links. Nun wird die linke gelbe Schnur hinter allen Schnüren durchgelegt und zwischen der blauen und bunten Schnur auf der rechten Seite wieder nach vorne geführt und nach links gelegt, diesmal ganz innen unter die grüne Schnur.

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Schritt 7

Schritt 8

Wieder nach rechts. Die bunte Schnur wird hinter den Schnüren durchgelegt und zwischen der blauen und der grünen Schnur auf der rechten Seite nach vorne geführt und nach rechts gelegt, nun unterhalb der gelben.

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Schritt 8

Schritt 9

Diesmal wieder links. Nun wird die linke bunte Schnur hinter allen Schnüren durchgelegt und zwischen der blauen und grünen Schnur auf der rechten Seite wieder nach vorne geführt und nach links gelegt, diesmal ganz innen unter die gelbe Schnur.

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Schritt 9

 

Schritt 2 – 9 wird nun so lange wiederholt, bis die gewünschte Länge erreicht ist, inkl. Handschlaufe. Für die Handschlaufe rechne ich immer etwa 20 -25 cm ein.

Die Handschlaufe

Ich selber verwende eine Paracordnadel, mit der ich die Fäden vernähen kann. Schließlich sind 8 Schnüre zu versorgen und außerdem soll die Handschlaufe ja auch eine gewisse Festigkeit haben und darf sich nicht in ihre Bestandteile auflösen, wenn der Hund mal in die Leine hechtet.

Egal, ob mit Nadel oder mit Klemme oder was anderem. Die losen Fäden werden nun vernäht. Den Ring für die Leine (zum Umhängen) einfädeln und eine Schlaufe biegen. Nun an der Stelle, an der die Schlaufe in die Leine übergeht die Fäden entlang ihrer gleichen Farbe zwischen 2 und etwa 8 cm zurückführen. Immer schön fest ziehen und dann dort eng abschneiden, mit dem Feuerzeug anflammen (mit dem bläulichen Teil der Flamme und nicht dem gelben) und fest andrücken. Damit es schön aussieht, mach ich immer den Finger nass und verstreiche das flüssige Paracord entlang der gleichen Farbe. Das ist aber keine Empfehlung, da es böse Brandblasen geben kann. Ich selber mache das halt so.

Vier Schnüre flechte ich entlang der Leine nach unten, zwei in die Handschlaufe und die beiden übriggebliebenen verwende ich für die Umwicklung. So lässt sich das Zurückgeflochtene auch gut verstecken. Für das Umwickeln werden die beiden Schnüre parallel nebeneinander fest um die Leine entlang gelegt. Hat man die gewünschte Länge erreicht, werden beide Schnüre unter der Wicklung durchgezogen und alles insgesamt fest gezogen, immer entlang der Wicklung fest drehen und die Schnüre in Richtung Handschlaufe rausziehen. Es gibt mehrere Varianten für die Technik des Herausziehens. Ich nehm einfach eine lange Paracordnadel und fädel damit unten durch. Andere legen eine Schlaufe mit einem anderen Stück Paracord und ziehen die beiden Schnüre mittels der Schlaufe unter der Wicklung durch (dazu muss sie deutlich lockerer sein, als für die Nadeltechnik). So, Schnüre abschneiden, abflammen und fertig ist die Leine.

Viel Spaß beim Nachflechten!

Flauschige Grüße

Sandra & Shiva

One thought on “DIY – Hundeleine

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Einfach lostipseln... aber bitte lieb sein ;)