11 Comments

  1. Ich finde eigentlich, dass Deine Worte überflüssig sind. Ich das nicht normal? Uns wurde ein Lebenwesen anvertraut, mit dem wir respektvoll umzugehen haben. Ist mein Hund erkrankt oder hat keine Freude an einer Aktion, dann wir sie beendet. Für mich selbstverständlich.

    Und warum gibt es keine Tierärzte, Trainer, Ringrichter, die “ ehrgeizigen und uneinsichtigen“ Hundehalter stoppen?

    Deine Ehrlichkeit gefällt mir und der Einblick in die Szene war sehr ernüchternd.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Hallo Sabine,
      ich habe wirklich lange mit mir gerungen, wie ich es formuliere. Es sind selbstverständlich nicht alle so.. Eigentlich sind es nur ein paar schwarze Schafe. Aber genau diese fallen sehr auf und bleiben im Gedächtnis präsent.

      Zu deiner Frage, warum da keine Trainer, Richter oder Tierärzte einschreiten… sie tun es, aber vielleicht nicht konsequent genug. Bis so ein Regelwerk geändert ist, dauert es. Eigentlich sollte man die Regeln enger fassen, damit Hunde vielleicht erst mit 18-20 Monaten und nicht schon mit 15 Monaten starten dürfen. Ich denke, diese paar Monate könnten den jungen Hunden helfen. Richter stoppen auch einen Lauf, wenn sie sehen, dass der Hund humpelt oder verletzt ist… aber solange er gut läuft und keine Auffälligkeiten zeigt, darf er starten.

      Trainer… Ich bin auch Trainer. Ich beobachte und nehme auch mal einen Hund aus dem Training, empfehle Pausen, einen Besuch bei der Physio oder Tierarzt. Aber ich kann den Leuten nicht vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben. Ist ein Hund aber deutlich überfordert oder hat eine Verletzung, dann darf er nicht trainieren. Hat ein Hund nachgewiesen eine Erkrankung des Gelenkapparates, dann darf er bei mir nicht trainieren. Hat ein Hund Übergewicht, dann muss er erst abnehmen und darf keine Sprünge machen, die anderen Geräte darf er kontrolliert üben. Du siehst… man kann viele Abstufungen machen. Ich sage ja, der Aufbau ist das A und O. Wenn ich meinen Agi-Leuten die Kontaktzonengeräten beibringe, dann stehen die Hunde am Ende der Zone und müssen das Gerät vollständig überlaufen. Viele andere lassen ihre Hunde die Zone überrennen/-springen und der Hund lernt nicht „two on – two off“, sondern Hauptsache schnell und eine Pfote noch irgendwie in der Zone. Die Fliehkräfte, die da auf einen Hundekörper wirken, sind enorm und das muss ja auch irgendwie abgefangen werden…

      Vielleicht kann ich ja durch meine Ehrlichkeit manch einen zum Nachdenken anregen. Ich hoffe es.

      Flauschige Grüße
      Sandra & Shiva

  2. Traurig, dass du solche Worte schreiben musst. Wenn Menschen vom Ehrgeiz zerfressen sind, verlieren sie jede Menschlichkeit.
    Ich wünschte mehr Menschen würden einfach nur den Spaß an der gemeinsamen Unternehmung suchen und wie ihr den Sport nach den Gegebenheiten und Bedürfnissen des Hundes wählen.
    Toll, dass ihr beide dafür einsteht.
    Herzliche Grüße
    Stephie mit Enki und Luna

    • Vielen Dank! Leider ist die heutige Gesellschaft so… Schneller, höher, weiter… davor macht auch der Hundesport nicht halt. Aber es sind ja nicht alle so. Ich erlebe es oft, dass Alternativen gesucht und gefunden werden, damit der Hund Spaß und Freude am Training und am Sport hat und beide – Hund und Halter – gesund durchs Leben kommen.

      Flauschige Grüße
      Sandra & Shiva

  3. Gerade die Sache mit den Border Collies kann ich nicht verstehen. Wer einen Border Collie mal an Schafen erlebt hat, sieht einen Hund der komplett lautlos arbeitet. Die Bewegungen sind schleichend, fast fließend. Der Hund strahlt Ruhe aus. Das hat nichts mit den schreienden Rassevertretern, die krasse Stops und Wendungen im Agility hinlegen, zu tun. Für mich passen Border Collies und Agi auf Wettkampfniveau daher nur sehr selten zusammen.

  4. Liebe Sandra, deine Worte sprechen mir aus dem Herzen. Einmal im Jahr ist hier Hundemesse mit Agiturnier und jedes Jahr sitze ich schimpfend da.
    Ich hätte das auch gern mit Adgi gemacht aber er ist trampelig, er kann im Slalom sein Hinterteil nicht einschätzen und so weiter. Deswegen kommt es für uns nicht in Frage, denn er hat einfach kein Interesse daran.. Ist doch egal, dass er jetzt Superhund in anderer Leute Augen ist.

    Du hast einfach so recht!

    Liebe Grüße

    Anika und ihr Trampeltier

  5. Julia

    Ich finde es schlimm wenn man andere lebewesen, egal ob kind oder hund, wegen dem eigenen ehrgeiz so drillt. Wobei ich mit wettkämpfen generell nix am hut hab. Agility haben wir von vornherein ausgeschlossen, da odin (meiner meinung nach) dafür einfach zu groß und schwer ist. Da hätte ich angst um seine gelenke. Außerdem bei einem parcour drauf los preschen kann er sowieso. Etwas ruhig und überlegt zu machen fällt ihm da schon schwerer und mir kommt vor, dass es vielen hunden so geht. Ich hab mich grad gefreut als ich die tafelchen auf den fotos gesehn hab. Wir machen seit einigen wochen auch rallye obedience und sind total begeistert. Und es ist toll zu sehen wie viel spaß auch die hunde dabei haben, wenn frauchen oder herrchen mal wieder über die eigenen füße stolpern oder erstmal überlegen müssen, wo denn jetzt rechts ist. Hin und wieder darf er dann zum schluss auch nochmal über ein paar hindernisse fetzen 😉 sozusagen als belohnung.
    Euch noch viel spaß dabei,
    Julia und odin

    • Vielen Dank für deine netten Worte. Jaaaa, Rally Obedience ist voll unser Sport. Shiva hat einen riesengroßen Spaß dabei und morgen gehts auch auf ein Turnier. Just for fun! Wenn es klappt, ist es schön, wenn sie Spaß hat, ist es noch besser. Auf Punkte schau ich nicht. Ich achte darauf, dass wir es mit viel Freude machen, der Rest ergibt sich eben.

      Euch auch viel Spaß und Erfolg beim Rally Obedience.

      Flauschige Grüße
      Sandra & Shiva

  6. Annika

    Hallo Sandra,
    vielen Dank für diesen ehrlichen Artikel.

    Für uns mit zwei Chihuahuas war es gar nicht so einfach, einen Verein fürs Agilitytraining zu finden. „Kauft euch doch erst mal richtige Hunde, wenn ihr Hundesport machen wollt“.

    Wir haben dann zum Glück doch noch einen tollen Verein gefunden. Das erste halbe Jahr nur mit am Boden liegenden Stangen und Kontaktzonentraining. Springen durften unsere Zwerge erst als sie schon über ein Jahr alt waren und auch da haben wir die Höhe langsam gesteigert. Geräte kamen nach und nach dazu, am Slalom arbeiten wir bis heute.
    Seit diesem Jahr starten wir auch mal das ein oder andere Turnier – just for fun! Solange die Hunde Spaß daran haben und wir auch, ist unser Ziel erreicht.

    Solche „Schwarzen Schafe“ haben wir auch schon häufiger gesehen. Sobald ein Fehler passiert, wird abgebrochen und entweder wortlos der Parcours verlassen oder der Hund bekommt auch noch einen Rüffel. Das zu sehen macht mich jedesmal mehr als traurig und umso mehr gebe ich mir dann Mühe, dass mein Zwerg Spaß hat und sich auf sein wöchentliches Training freut.

    Liebe Grüße Annika

    • Liebe Annika,
      es freut mich, dass ihr einen tollen Verein gefunden habt und dort auch ernst genommen werdet. Ich habe schon einige Agility-Chis gesehen und die rocken so einen Parcours ganz großartig. Bei uns trainiert derzeit auch ein Chihuahua und der ist ganz schön fetzig unterwegs. Seine Begeisterung ist so überschäumend, dass sie richtig ansteckend ist.

      Flauschige Grüße
      Sandra & Shiva

Einfach lostipseln... aber bitte lieb sein ;)